Hier finden sie Antworten auf verschiedene Fragen, die uns öfter erreichen. Falls sie darüber hinaus eine Fragen haben, wenden sie sich gerne an die Evangelische Beratungsstelle unter:

Allgemeine Fragen

Die Teilnahme an Präventionsschulungen (gemäß § 8 KKG, i.V.m. landeskirchlichen Standards und dem Jugendschutzgesetz) ist grundsätzlich erst ab 14 Jahren zulässig. Das liegt daran, dass Inhalte der Schulung unter anderem auch Aspekte des sexuellen Missbrauchs, der Abgrenzung und Nähe-Distanz-Thematik beinhalten – Themen, die ein gewisses Mindestalter und eine entsprechende Reife voraussetzen. Was übrigens auch der Grund ist, warum wir es für nicht ratsam erachten 15jährige mit 25jährigen zu schulen. Eine Schulung unterhalb dieses Alters kann daher als nicht altersgerecht oder sogar als jugendschutzrechtlich problematisch gewertet werden – auch wenn der Geburtstag kurz bevorsteht.  

Die Altersgrenze von 14 Jahren ist nicht nur eine Empfehlung, sondern ergibt sich aus dem rechtlichen und fachlichen Rahmen: 

Inhalte von Präventionsschulungen gelten als entwicklungspsychologisch und inhaltlich nicht geeignet für Kinder unter 14 Jahren (vgl. Standards der EKD, DSG-EKD, Landeskirchen, ggf. auch KiSchG in den Bundesländern). 

Auch mit Zustimmung der Eltern dürfen keine Angebote gemacht werden, die altersunangemessen sind oder das Kindeswohl gefährden könnten (→ Jugendschutzgesetz, § 1 Abs. 1 SGB VIII: „Wohl des Kindes“). 

Die Teilnahme ist Voraussetzung für ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Köln. Sie lernen, wie Sie Ihre Rolle verantwortungsvoll und sicher gestalten können – zum Schutz der Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen sowie zu Ihrem eigenen Schutz.

Fragen zu den Schulungsinhalten:

Nein. Die Schulung setzt keine Vorkenntnisse voraus. Sie richtet sich an Personen ab 14 Jahren und vermittelt die Inhalte praxisnah, verständlich und mit ausreichend Raum für Fragen.

Nein. Die Schulung behandelt auch Themen wie angemessene Nähe und Distanz in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, den Umgang mit Grenzen – sowohl den eigenen als auch denen anderer – sowie ein sicheres und klares Rollenverständnis.

Das ist nachvollziehbar. Da es sich um ein sensibles Thema handelt, legen wir besonderen Wert auf einen respektvollen und geschützten Rahmen. Sie entscheiden selbst, welche persönlichen Erfahrungen Sie teilen möchten. Niemand wird verpflichtet, Persönliches preiszugeben.

Fragen zur Organisation einer Schulung in meiner Gemeinde/Einrichtung:

Das Schulungsangebot ist kostenfrei, für Pausensnacks und Getränke für die Teilnehmenden sollte gesorgt werden. 

Nein, um für die Teamer:innen einen geschützten Rahmen zu gewährleisten, in dem sich alle frei äußern können, nehmen Hauptamtliche nicht an den Teamer:innen-Schulungen teil. 

Fragen zum Ablauf der Schulung:

Das ist abhängig von der Schulungsart. Die Basis-Schulung dauert in der Regel etwa 4 Stunden (Abweichungen von ca. 15 Minuten sind möglich), die Intensiv-Schulung dauert 8 Stunden und die Leitungsschulung ca. 4 Stunden.

 

Die Schulung ist als geschlossene Einheit konzipiert – inhaltlich wie auch gruppendynamisch. Eine durchgehende Teilnahme von Anfang bis Ende ist daher obligatorisch. 

Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat von landeskirchlicher Stelle. Zudem wird die Teilnahme in Ihrer Kirchengemeinde dokumentiert.